Richtig hell zu Hause

 

Gute und effiziente Beleuchtung - was ist das?

Schön hell und richtig günstig - jeder Wohnraum bietet viele Möglichkeiten für eine ansprechende Gestaltung mit Licht. Effiziente Beleuchtung bedeutet aber niemals "schlechtes Licht", im Gegenteil: Mit modernen Lampen können Sie häufig bei besserem Beleuchtungskomfort Strom sparen.

 

Die wichtigsten Lampen im Wohnbereich:

Glühlampen:
Die herkömmlichen Glühlampen wandeln nur ca. 5 % der elektrischen Energie in sichtbares Licht um, der Rest ist Wärme. Die mittlere Lebensdauer liegt bei nur ca. 1.000 Stunden (~ 1 Jahr). Sie sollten daher nur dort eingesetzt werden, wo Energiesparlampen nicht geeignet sind.


Energiesparlampen:
Eine Vielfalt an Modellen für verschiedene Einsatzbereiche und optische Ansprüche ist auf dem Markt. Energiesparlampen weisen eine rund 5- bis 12-fache Lebensdauer und eine 5-fache Lichtausbeute gegenüber Glühlampen auf. Es gibt bereits Energiesparlampen, die dimmbar (ausdrücklicher Hinweis auf der Verpackung) und schaltfest sind, d. h., die Lebensdauer hängt kaum vom Ein-/Ausschaltzyklus ab. Neben der Stromkostenersparnis erzeugen Energiesparlampen auch wesentlich weniger Wärme und helfen mit, Überhitzung von Räumen oder Arbeitsflächen zu vermeiden.


Halogen-Glühlampen:
Halogen-Glühlampen sind keine Energiesparlampen! Vorteile der Halogen-Glühlampe sind eine höhere Lichtausbeute, die längere Lebensdauer von bis zu 5.000 Stunden und die optischen Möglichkeiten (kleine Abmessung). Gegenüber Energiesparlampen schneiden sie im Verbrauch aber deutlich schlechter ab.

Wenn Halogen, dann sogenannte Niedervolt-Halogen-Glühlampen mit einer Infrarotbeschichtung ("IRC-Lampen") verwenden. Diese verbrauchen rund ein Drittel weniger Strom. Um Stand-by Stromverbrauch zu vermeiden, müssen Halogenlampen richtig ausgeschaltet sein. Wenn der Transformator auch nach dem Ausschalten am Stromnetz bleibt, ist dies durch leichtes Brummen oder Abgeben von Wärme erkennbar - Stecker ziehen oder Steckdosenleiste verwenden.


Leuchtstofflampen:
Leuchtstoff-Lampen gibt es in unterschiedlichen Formen, sie sind wesentlich effizienter als Glühlampen und weisen eine sehr lange Lebensdauer auf. Empfehlenswert sind sogenannte T5-Lampen (T5 = 5/8 Zoll = ca. 16 mm Ø). Im Haushaltsbereich werden Leuchtstofflampen vor allem für Arbeitsflächen in Küchen, Keller- und Hobbyräumen eingesetzt.

 

 

Beleuchtungsplanung

Falls in Ihrem Fall möglich, planen Sie die Wohnräume so, dass Sie weitestgehend Tageslicht nutzen können. Bei Kunstlicht ist - neben einer guten Allgemeinbeleuchtung des Raumes - eine der jeweiligen Tätigkeit entsprechende Beleuchtungsstärke wichtig.

Planungstipps:

  • Wo möglich, Tageslicht nutzen
  • Blendung vermeiden (z. B. Leuchten mit Schirmen oder Blenden)
  • Lampen mit guter Farbwiedergabe für Wohnbereich
  • Indirekte Beleuchtung erfordert 2- bis 3-mal mehr Lichtleistung
  • Räume mit hellen Wänden und Böden benötigen "weniger Licht"
  • Gute Allgemeinbeleuchtung und zusätzliche Beleuchtung der Arbeitsflächen
  • Leselicht schräg von hinten anordnen
  • Hell-/Dunkel-Unterschiede im Gesichtsfeld vermeiden

 

 

 

Tipps für die richtige Anordnung der Beleuchtungskörper


Eingangs- und Treppenbereiche:
Ausreichende Helligkeit und ein blendfrei beleuchteter
Hauseingang, z. B. durch 2 abgeschirmte
Leuchten in mehr als 2 m Höhe.

Küche und Arbeitsraum:
Ideal ist eine gute Allgemeinbeleuchtung an der Decke und die zusätzliche Beleuchtung der einzelnen Arbeitsflächen (z.B. Leuchten an der Vorderkante der Oberschränke). Ausgeprägte Lichtinseln (z.B. Strahler an Wänden oder Regalen) erzeugen im Sommer unerwünscht hohe Strahlungswärme.

Essplatz:
Für den Essplatz eignet sich eine besonders gut gegen Blendung abgeschirmte Leuchte (z. B. Pendelleuchte) Zwischen Tischoberkante und Leuchtenunterkante sollten ca. 60 cm eingehalten werden. Mit einem Dimmer lässt sich die Helligkeit der jeweiligen Stimmung anpassen.

Wohnzimmer:
Lichtinseln und gezielt eingesetzte Beleuchtung können Akzente schaffen. Ideale Beleuchtung für gesellige Unterhaltung ermöglicht ungehinderten Blickkontakt, die Gesichter dürfen weder im Dunkeln liegen noch direkt angestrahlt werden, ein Dimmer ist vorteilhaft. Für den Fernsehbereich sollte eine geringe Raumbeleuchtung - am besten hinter dem Fernsehgerät - verwendt werden. Das richtige Leselicht kommt schräg von hinten (z.B. Stehleuchte).

Home Office:
Die Arbeitsplatzbeleuchtung kann ergänzend zur Allgemeinbeleuchtung erfolgen. Eine gute Lösung ist das Zwei-Komponenten-System: dimmbare Pendel- oder Stehleuchten kombiniert mit individuell zuschaltbaren Schreibtischleuchten.


Kinderzimmer:

Bei der Schreibtischbeleuchtung sollte das Licht seitlich einstrahlen (bei Rechtshändern von links) und mit einem lichtundurchlässigen Schirm gegen direkten Einblick abgeschirmt sein. Neben dem Schreibtisch-Bereich muss ein Kinder-/Spielzimmer eine helle, gleichmäßige Beleuchtung haben. Günstig sind Deckenleuchten mit lichtstreuender Abdeckung, die das Licht in alle Ecken verteilen.

Schlafzimmer:
Günstig ist eine gleichförmig strahlende Leuchte unter der Deckenmitte. Als Lesebeleuchtung kann z. B. eine schwenkbare Leuchte am Nachttisch eingesetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die indirekte Raumbeleuchtung mit Leuchtstofflampen vom Kopfende des Bettes her, kombiniert mit der Lesebeleuchtung.

Badezimmer:
Gleichmäßiges Licht am Spiegel erreicht man am besten durch beidseitig angebrachte langgestreckte Leuchten. Die Allgemeinbeleuchtung kann dann durch eine Deckenleuchte mit lichtstreuender Abdeckung erfolgen.

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