Elektrogeräte im Haushalt
Neue Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten
Ab 30. November 2011 sind die Elektrogeräte-Hersteller verpflichtet, das EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs erstmals bei TV-Geräten und die neue Version des „Pickerls“ (A+++) bei Kühl- und Gefriergeräten zu verwenden. Ab 20. Dezember 2011 folgen dann Waschmaschinen und Geschirrspüler.
Rot bis Grün
Das neue EU-Label für den Stromverbrauch von Elektrogeräten teilt die Geräte wie bisher in unterschiedliche Energieeffizienzklassen ein, denen bestimmte Farbbalken zugeordnet sind. Die Farbbalken reichen von Grün bis Rot, an denen sich Verbraucher/innen orientieren können. Grün steht für einen geringen und Rot für einen hohen Stromverbrauch.
Neue Effizienzklassen
Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen gilt jetzt die Energieeffizienzklasse A+++ als sparsamste statt wie bisher die Klasse A++. Für Fernsehgeräte wird zunächst die Klasse A Geräte mit sehr niedrigem Energieverbrauch kennzeichnen.
Neue Symbole
Auf dem EU-Label für den Stromverbrauch von Elektrogeräten werden nun auch beispielsweise kleine Piktogramme am unteren Rand des Lables Infos über die maximale Geräuschentwicklung oder das Volumen eines Kühlschranks geben. Auch die Kennzeichnung weiterer Produktgruppen, wie Staubsauger oder Warmwasserbereiter, sind schon in Planung.
Spätestens ab dem 20. Dezember 2011 dürfen nur noch Geräte in Verkehr gebracht werden, die mit einem neuen EU-Label gekennzeichnet sind.
Wenn Sie Ihrem Energieverbrauch auf den Grund gehen wollen, können Sie eine produktunabhängige Energieberatung durch den Energiesparverband bekommen .
Kühlen & Gefrieren
Etwa 8 % des Stromverbrauchs im Haushalt entfällt auf den Kühlschrank und 9 % auf Gefriergeräte - Tendenz steigend!
Der Blick aufs Pickerl lohnt sich!
"A+ Geräte" benötigen um bis zu 40 % weniger, "A++ Geräte" um bis zu 45 % weniger Strom als A-Geräte. Der Kauf eines energiesparenden Modelles macht sich über die Lebensdauer gerechnet bezahlt. So können Sie zum Beispiel mit einem A++ Kühlschrank gegenüber einem B-Gerät 20 € jährlich - immerhin über 300 € in 15 Jahren - sparen!
"Kühlen" kommt billiger als "gefrieren":
Je mehr "Sterne", desto kälter die Temperatur und desto höher der Stromverbrauch. Falls ein Gefriergerät vorhanden ist, kann beim Kühlschrank auf das Gefrierfach verzichtet werden. Ein ***-Sterne Kühlschrank verbraucht täglich ca. 20-30 % mehr Strom als ein Kühlschrank ohne Gefrierfach.
Welches Gefriergerät passt für mich?
Eine Gefriertruhe bietet bei etwa gleicher Größe mehr Einlagerungsraum als ein Gefrierschrank und spart rund 15 %, ist allerdings nicht so übersichtlich wie ein Gefrierschrank. Bei einer Kühl-Gefrier-Kombination sollten 2 getrennte Kältekreisläufe vorhanden sein und beide Teile getrennt zu öffnen sein.
Wieviel "Kaltes" brauche ich?
Kaufen Sie ein Gerät, das Ihren Bedürfnissen entspricht. Ein großes Gerät ist sparsamer als zwei kleinere Modelle.
Richtig aufgestellt spart Strom:
Ein Kühlschrank verbraucht weniger Strom, wenn er möglichst kühl aufgestellt ist. Der Aufstellort solltenicht neben einer Wärmequelle (z.B. E-Herd, Heizkörper oder direkte Sonneneinstrahlung) sein. Gefriergeräte stellt man, wenn möglich, am Besten im Keller oder in einem unbeheizten Raum auf. Steht das Gerät unter einer Arbeitsplatte, sollten in dieser Lüftungsschlitze vorhanden sein. Achten Sie darauf, dass diese immer frei gehalten werden und mind. 5 cm Abstand zur Wand vorhanden sind.
Richtig eingestellt spart Strom:
Beim Kühlschrank reicht in der Regel eine Innentemperatur von 7°C (erste Stufe) - dies spart gegenüber einer Temperatur von 5°C rund 15 % Strom. Bei Gefriergeräten reicht meist eine Lagertemperatur von minus 18°C aus.
Richtig gepflegt spart Strom:
Geräte ohne Abtau-Automatik sollten regelmäßig abgetaut werden, spätestens aber, wenn die Dicke der Eisschicht 1 cm übersteigt. "No-frost"-Geräte ersparen Ihnen das lästige Abtauen, verbrauchen aber mehr Strom. Zu schnelles Vereisen kann auch am schlechten Schließen der Türen liegen. Kontrollieren Sie daher die Türdichtungen regelmäßig.
Waschen
Rund 7 % des Stromverbrauchs entfallen in einem Durchschnittshaushalt auf Wäsche waschen.
3 x "A/A/A" ist am Besten:
Die 3 "A" am Geräte-Pickerl kennzeichnen den Energieverbrauch, die Wasch- und die Schleuderwirkung. Es gibt auch A+ Geräte (freiwillige Kennzeichnung), die noch sparsamer sind.
So viel bringt A+:
Der Kauf eines energiesparenden Modelles macht sich über die Lebensdauer gerechnet bezahlt. So können Sie z.B. mit einer A+ Waschmaschine gegenüber einem B-Gerät 62 € jährlich sparen!
Nicht zu groß kaufen:
Zunehmend werden Waschmaschinen mit 6 kg oder mehr angeboten. Überlegen Sie, ob Sie diese Füllmenge benötigen.
Die Sache mit den halben Portionen
die Programmfunktion "½" reduziert bei halber Beladung zwar den Wasser- und Stromverbrauch - aber nicht auf die Hälfte! Es gilt daher: voll Befüllen ist am Effizientesten und auch zweimal Sparprogramm braucht mehr Energie als einmal voll!
Zu heiß gebadet
bei 60° Programm wird 85 % des Stromverbrauchs für das Aufheizen benötigt. Versuchen Sie, statt mit 95° mit 60° und statt mit 60° mit 40° zu waschen.
Waschmaschinen mögen's warm:
Rund 70 % des Stromverbrauchs wird für das Aufheizen des Wassers verwendet. Insbesondere, wenn Sie eine Solaranlage haben und Ihre Waschmaschine keinen Warmwasseranschluss besitzt, können Sie mit einem Vorschaltgerät Abhilfe schaffen.
Trocknen
Wäsche trocknen braucht rund dreimal so viel Strom wie Wäsche waschen - hier lohnt sich ein sparsamer Betrieb umso mehr. Nicht gekauft kann besser seinWäschetrockner, wenn möglich, vermeiden. Am energiesparendsten sind noch immer Wäscheleine und Wäscheständer. Der Blick aufs Pickerl lässt erschaudern. Auf das Energie-Pickerl achten und möglichst sparsame Geräte kaufen. Ablufttrockner erreichen derzeit meist nur die Effizienzklasse "C", Kondensationstrockner gibt es auch als "A-Geräte". Waschen & Trocknen im Doppelpack? Nur wenn Sie aus Platzgründen keinen Wäschetrockner aufstellen können, ist die Anschaffung eines Waschtrockners (Waschmaschine und Trockner in einem Gerät) sinnvoll. Das Fassungsvermögen beim Trocknen ist in der Regel hier nur halb so groß wie beim Waschen, die Energieeffizienz ist schlechter und auch der Wasserverbrauch ist sehr hoch.
Nur voll beladen ist effizient
Bei halber Beladung halbiert sich der Stromverbrauch nicht, sondern sinkt höchstens um ein Drittel.
Je besser die "Vorarbeit"
Wäsche gut schleudern (mindestens 1.200 Umdrehungen) und "lose aufgeschüttelt" in den Trockner geben.
Nicht übers Ziel hinausschießen
Textilien nicht übertrocknen. Ideal sind Feuchtigkeitssensoren, die automatisch abschalten.
Gut belüftet, trocknet es besser
Zum Trocknen ist ein gut belüfteter Raum erforderlich.
Kochen
Rund 12 % des Stromverbrauchs entfallen auf das Kochen und Backen.
Energie-Pickerl: Für E-Herde gibt es noch kein Energie-Pickerl, für elektrische Backöfen hingegen schon.
Welches Kochfeld? Cerankochfelder brauchen um 10 - 20 % weniger Strom als herkömmliche Kochmulden mit gusseisernen Platten. Kochfelder mit Induktionstechnik sind besonders effizient, allerdings in der Anschaffung teuer und erfordern eigenes Kochgeschirr.
Gut bedeckt ist viel gespart Kochen ohne Deckel erfordert bis zu 3x soviel Energie.
Auf die richtige Größe kommt's an Das Kochgeschirr sollte in der Größe zur Kochplatte passen und einen ebenen Boden aufweisen.
Restwärme nutzen 5-10 Minuten vor Garzeitende die Kochplatte ausschalten (nachgaren).
Nicht "verwässern" Zu viel Wasser beim Garen verbraucht unnötig Strom. Vorquellen verkürzt die Garzeit.
Für den Tee bleibt der Herd kalt Elektrische Wasserkocher erhitzen Wasser wesentlich effizienter als die Herdplatte.
Backen
Vorheizen - nein danke! Das Vorheizen des Backofens ist meist unnötig.
Das Backrohr bleibt zu Backrohr nur öffnen, wenn unbedingt nötig (ca. 20% Wärmeverlust).
Umluft statt Ober-/Unterhitze Beim Backen mit Umluft kann die Temperatur um 20 - 30°C niedriger als bei Ober-/Unterhitze sein.
Selbstreinigung sparsam einsetzen Selbstreinigende Backöfen sind zwar bequem, verbrauchen aber einiges an Strom.
Restwärme nutzen Bei längeren Backzeiten (über 40 Minuten) 10 Minuten früher abschalten.
Kleine Geräte für kleine Speisen Für kleine Mengen sind Toaster, Kleingrill oder die Mikrowelle sparsamer als das Backrohr.
Mikrowelle spart nicht immer Die Mikrowelle ist nur bei kleinen Mengen (1-2 Portionen) und beim Erwärmen sparsamer als der Herd.
Geschirrspülen
Aus Energiespargründen brauchen Sie auf die Geschirrspülmaschine nicht zu verzichten, mit der Hand abzuwaschen ist in der Regel - verglichen mit energieeffizienten Spülmaschinen - nicht sparsamer.
Geschirrspüler mögen's heiß Wenn Sie eine Solaranlagen haben, sollten Sie auf die Anschlussmöglichkeit an die Warmwasserleitung achten.
Darf's ein bisschen mehr sein? Geschirrspüler voll beladen: zweimal halb voll ist auch mit Sparprogrammen schlechter als einmal voll.
"Vorwäsche" nicht nötig Das Geschirr heiß vorzuspülen, ist in der Regel nicht nötig.
Richtig eingestellt Wenn möglich, Energiespar- oder Umweltprogramm einstellen (spült meist bei 50°C).
Stand-by Verbrauch
Stand-by ist unnötiger Stromverbrauch, der häufig unterschätzt wird und in einem durchschnittlichen Haushalt rund 10 % der Stromkosten beträgt!
Wie erkenne ich Stand-by-Betrieb?
Zum Beispiel am leuchtend roten Kontrolllämpchen oder an Zeitanzeigen, bei manchen Geräten ist der Transformator vor dem Hauptschalter und verbraucht auch nach dem Ausschalten Strom.
"Energieräuber" können z. B. sein:
TV, Video- / DVD-Recorder, Sat-Receiver, HiFi-Anlagen, Computer, Monitore und Peripheriegeräte, Radio, Ladegeräte, elektrische Zahnbürsten, Anrufbeantworter, Fax, Espressomaschinen, elektrische Durchlauferhitzer, Radiowecker, Waschmaschine, jede Uhr, Halogen-Spotlampen, Designer-Leuchten.
Aus sollte wirklich Aus sein:
richtig abschalten, Stecker ziehen oder Steckerleiste verwenden, Ladegeräte nach dem Ladevorgang ausstecken.
Schaltbare Steckerleiste:
Mit einem Fingerdruck bzw. Fußhebel können mehrere Geräte gleichzeitig ab-/eingeschalten und gleichzeitig vollständig vom Stromnetz getrennt werden.
Netzfreischalter:
Sie unterbrechen die Stromversorgung für den Bereich und werden vor allem für Kinderzimmer und Schlafräume eingesetzt.
Home Office
Ob PC, Notebook, Drucker oder Modem - sie sind auch zu Hause kaum mehr wegzudenken. In vielen Haushalten ist dieser Bereich bereits einer der größten Stromverbraucher!
PC oder Notebook?
Wenn Ihnen die standardmäßig eingebauten Komponenten genügen, ist ein Notebook die beste und energiesparendste Lösung.
PC -Ausstattung mit Folgen
Die technische Ausstattung wirkt sich entscheidend auf den Stromverbrauch aus. Prozessor, Grafikkarte und Mainboard machen zusammen rund 75 % des Stromverbrauchs eines Computers aus.
Wer sieht in die Röhre?
Wenn es doch ein PC sein soll, dann ist ein Flachbildschirm (TFT oder LCD) mit bis zu 75 % weniger Stromverbrauch als ein herkömmlicher Röhrenmonitor (CTR) deutlich sparsamer.
Wie schaut's in der Peripherie aus?
Vergleichen Sie beim Kauf von Drucker, Scanner, Modem & Co den Energieverbrauch im Normalbetrieb und im Stand-by-Modus.
Abschalten tut gut!
Schalten Sie den Bildschirm bei längeren Pausen ab. Drucker und andere Peripheriegeräte (Scanner, etc.) nur bei Bedarf einschalten, Modem und Router für den Internetzugang ausschalten.
Bildschirmschoner sind unnötig
Bildschirmschoner verbrauchen Strom und sind bei modernen Bildschirmen nicht erforderlich! Am Besten Sie aktivieren die Funktion "Monitor ausschalten" in der Energieversorgung Ihres Computers.
Energiesparfunktion des PC s aktivieren
Einzelne Systemkomponenten werden automatisch abgeschalten, wenn sie nicht benötigt werden.
Steckdosenleiste mit Master-Slave-Funktion:
Beim Abschalten des Computers werden alle angeschlossenen Geräte automatisch vom Stromnetz getrennt.


