Neue Energie für Ski
Projektüberblick
Projektname:
"Neue Energie für Ski" - Biomasse Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung finanziert durch Contracting
Ort:
Werksgelände der Firmen Fischer GmbH & FACC AG in Ried, Oberösterreich
Verwendete Technologie
Biomasse Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom.
Art der Finanzierung
Finanzierung mittels Contracting.
Kurzfassung
Die Firma Fischer errichtete in ihrem Stammwerk in Ried eine weltweit bisher einzigartige Biomasse-Anlage, die Prozesswärme, Prozesskälte sowie Strom für die Fertigung von Sportartikeln und Flugzeugteilen erzeugt. Die Finanzierung der Anlage erfolgt über Energie-Contracting. Die Planung, Finanzierung, Herstellungsüberwachung und den Betrieb übernahm die Firma Scharoplan als Contractor. 
Projektbeschreibung
Hintergrund
Die Firma Fischer ist Weltmarktführer am internationalen Sportartikelmarkt, insbesondere im Schi- und Tennisschlägerbereich. 80 % der Produktion werden in über 50 Länder exportiert. Zur Fischer Gruppe gehört auch der ebenfalls am Standort Ried beheimatete Flugzeugkomponentenhersteller FACC (Fischer Advanced Composite Components).
Bisher erzeugten die Firmen Fischer und FACC die benötigte Wärmeenergie mit einem 8,3 MW Dampfkessel, der mit Heizöl schwer betrieben wurde. Anstelle einer Sanierung der über 30 Jahre alten Anlage setzte man bewusst ein Zeichen für die Umwelt und vertraute auf den erneuerbaren Energieträger Biomasse.
Die neue Biomasse-Dampfkesselanlage dient zur Produktion von Strom, Raumwärme für die Beheizung von Produktionsstätten und Verwaltungsgebäuden sowie Prozesswärme und -kälte. Als Brennstoff wird ausschließlich Biomasse, und zwar Rinde, Hackgut und Sägerestprodukte verwendet. Da täglich ca. 180 m3 Biomasse benötigt werden, wurde zum Firmengelände ein eigener Schienenstrang verlegt. So wird auch beim Transport des Brennstoffes auf Umweltschutz geachtet.
Die Firma Fischer arbeitet im Drei-Schicht-Betrieb, was auch während der Umstellung auf Biomasse beibehalten wurde. Keine einzige Schicht musste unterbrochen werden.

Fallstudie
Die Finanzierung des Biomasse-Kraftwerks wurde durch einen Contracting-Vertrag mit 15 Jahre Laufzeit ermöglicht. Der Contractor Scharoplan übernahm die Planung des Projektes, die Ausschreibungen, die Durchführung, die Einschulung der Mitarbeiter und die Betriebsführung der Anlage. Der Contractingnehmer, die Firma Fischer, erhält vom Contractor die benötigte Energie und auch eine 100 % Ausfallssicherung.
Nach Auslaufen des Vertrages kann dieser verlängert werden. Die Firma Fischer hat aber auch die Möglichkeit, die Anlage vom Contractor zu kaufen.
Dieses Projekt belegt, dass sich Großinvestitionen in erneuerbare Energie auch für High-Tech-Produktionsbetriebe, die im globalen Wettbewerb stehen, lohnen.
Technische Daten
Leistungsdaten im Dauerbetrieb:
| Jährliche Energieproduktion
Jährliche Einsparungen:
|
Kosten
Die Investitionskosten von 3,780.000 Euro wurden vom Contractor vorfinanziert. Die Errichtung der Anlage wurde unter anderem durch das Energie Technologieprogramm des Landes Oberösterreich unterstützt.
Resümee
Vorteile für den Contractingnehmer:
- Die Investition wird durch den Contractor vorfinanziert, dadurch bleiben dem Contractingnehmer finanzielle Mittel, um z.B. in Forschung und Entwicklung oder Marketing zu investieren.
- Der Einsatz von Biomasse als erneuerbarer Energieträger hat einen positiven Marketingeffekt.
Kontakt
O.Ö. Energiesparverband
Landstraße 45, A-4020 Linz
Tel.: +43-732-7720-14380, Fax: -14383
officeesv.orat, http://www.esv.or.at
