Zusammenfassung

Der energieeffiziente Betrieb von Schulgebäuden ist nicht nur aus Kostengründen wichtig, sondern auch weil der verantwortliche Umgang mit Energie in der Schule wesentlich zur Bewusstseinssteigerung der Schüler/innen beiträgt. Auch wenn es nicht immer möglich ist, energiesparende Gesamtlösungen aus budgetären Gründen sofort umzusetzen, so kann durch die stufenweise Umsetzung von Maßnahmen der Energieverbrauch schrittweise gesenkt werden:

Erste Stufe:

An erster Stelle gibt es eine Reihe von nicht-investiven Maßnahmen, welche die Energiekosten wesentlich reduzieren können. Dazu gehören unter anderem:

  • Schulung des Personals/Schulwartes
  • bewusstseinsbildende Maßnahmen für Schüler/innen und Lehrer/innen, um Benutzerverhalten zu optimieren
  • regelmäßige Aufzeichnungen des Energieverbrauchs (Energiebuchhaltung)
  • regelmäßige Wartung von Geräten und Anlagen
  • Möglichkeiten einer Tarifumstellung überlegen

Vorteile: Diese Maßnahmen kosten in der Regel nichts und können den Energieverbrauch um bis zu 20 % senken. Zusätzlich erhält die Schule einen Überblick über ihren Gesamtverbrauch und kann Großverbraucher und Verbrauchsspitzen aufspüren.

Zweite Stufe:

In einem nächsten Schritt können dringende Wartungsmaßnahmen bzw. geringfügige Energiesparinvestitionen aus dem laufenden Budget abgedeckt werden. Häufig führen bereits einfache technische Maßnahmen zu erheblichen Einsparungen, wie z.B.:

  • Neueinstellen der Heizungsanlage
  • Kesselfolgeschaltung
  • Ausstattung der Heizkörper mit Thermostatventilen
  • Anbringen von Zeitschaltuhren für Zirkulationspumpen
  • Anbringen von Zeitschaltuhren für Computer und andere Elektrogeräte
  • Abdichten der Fenster und Türen
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke
  • Dämmung der Heizkörpernischen

Vorteile: Die genannten Maßnahmen amortisieren sich schnell, es können bereits mit relativ geringem Kapitaleinsatz nennenswerte Einsparungen erzielt werden.

Dritte Stufe:

Sind die oben genannten Maßnahmen ausgeschöpft bzw. ist das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand, wird eine längerfristig geplante Sanierung des Gebäudes notwendig, die in der Regel folgende Maßnahmen umfasst:

  • Anbringung eines Vollwärmeschutzes an der Fassade
  • Austausch der Fenster
  • Erneuerung der Heizungsanlage (ev. Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energieträger)
  • Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Vorteile: Gerade bei öffentlichen Bauten sollte mit gutem Beispiel vorangegangen werden und nach Kriterien des energiesparenden Bauens saniert werden.

Das Energie Contracting Impuls Programm bietet eine Möglichkeit zur Finanzierung einer energiesparenden Gebäudesanierung. Nähere Informationen erhalten Sie beim O.Ö. Energiesparverband.

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