Hinweise zur erhöhten WBF
Wer kann die erhöhte Wohnbauförderung erhalten?
Gefördert wird die Errichtung eines Eigenheimes oder eines Eigenheimes als Teil einer Gesamtanlage in "energiesparender Bauweise" in Oberösterreich. "Energiesparend bauen" heißt, die Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) von 45 kWh/m² und Jahr (Niedrigenergiehaus) bzw. 30 kWh/m² und Jahr (Niedrigstenergiehaus) bzw. 15 kWh/m² und Jahr (Passivhaus) zu erreichen bzw. zu unterschreiten.
Wie ist die Vorgangsweise?
- Schicken Sie einen Bauplan und eine Bauteilbeschreibung an den O.Ö. Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.
- Der O.Ö. Energiesparverband errechnet aus diesen Unterlagen die Nutzheiz-Energiekennzahl.
- Der O.Ö. Energiesparverband lädt Sie zu einem Termin für die Energieberatung ein.
- Nach absolvierter Beratung und mit dem Erreichen der Energiekennzahl erhalten Sie vom O.Ö. Energiesparverband ein Zertifikat, dass Sie die Kriterien für die Wohnbauförderung für energiesparende Bauweise erfüllen. Dieses Zertifikat reichen Sie in der Wohnförderstelle ein.
- Je nach erreichter Energiekennzahl erhalten Sie die Wohnbauförderung ausbezahlt.
Was geschieht, wenn Sie die geforderte Energiekennzahl nicht erreichen?
Sollte Ihr Haus die geforderte Energiekennzahl nicht erreichen, können Sie sich im Rahmen der Energieberatung zu weiteren Maßnahmen schriftlich verpflichten (z.B. zusätzliche Dämmung).
Welche Unterlagen werden benötigt?
- Bauplan (Einreichplan oder eine Kopie davon)
- Bauteilbeschreibung mit Angaben über
- Verglasung und Rahmenart der Fenster
- Schichtaufbau und Schichtdicken der:
- Außenwände
- Kellerdecke
- Zangendecke
- Dachschrägen
- Erdanliegenden Wände und Böden von beheizten Gebäudeteilen
- Wände und Decken zu unbeheizten Gebäudeteilen (Keller, Dachböden,...)
- Flachdächer und Balkone über Wohnräumen
Diese Unterlagen übersenden Sie bitte an den O.Ö. Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.
Wie wird eine niedrige Energiekennzahl (NEZ) erreicht?
Die Nutzheiz-Energiekennzahl ist ein Maß für den jährlichen Heizenergiebedarf je Quadratmeter. Sie wird im Wesentlichen von folgenden Punkten beeinflusst:
- Durch eine möglichst kompakte Bauweise (z.B. rechteckiger Grundriss und zwei Geschoße) verringert sich die Gebäudeoberfläche und auch die Wärmeverluste. Erker, Loggien, Dachgaupen, unbeheizte Dachräume, Balkone über Wohnraum, . . . erhöhen die Außenflächen und damit die Wärmeverluste Ihres Hauses. Auch die Größe Ihres Hauses beeinflusst wesentlich Ihre Energiekosten.
- Wenn vom Bauplatz her möglich, können Sie durch eine Südausrichtung des Gebäudes die Sonneneinstrahlung besser nutzen (solare Wärmegewinne über die Fenster) – auch das senkt den Heizwärmebedarf.
- Gute Dämmeigenschaften der Bauteile (U-Werte – früher k-Werte) zu unbeheizten Räumen sowie zur Außenluft führen zur Senkung des Energiebedarfs. Gute Wärmedämmung heißt z.B.: bei den Fenstern Wärmeschutzverglasung (U-Werte 1,1 bis 0,5 W/m²K); Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke mit 25 bis 40 cm Dämmung; gut gedämmte Außenwände (z.B. 50 cm hochporosierter Hochlochziegel oder mehrschaliges Mauerwerk mit 14 bis 20 cm Dämmung oder Holzriegelwand mit 20 bis 30 cm Dämmstoff).
- Zusätzlich kann die NEZ durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung gesenkt werden.
Energieberatung
Bei der Energieberatung werden Sie über weitere Einsparmöglichkeiten informiert und haben die Möglichkeit, mit erfahrenen Beratern Ihr gesamtes Bauvorhaben zu besprechen (Baumaterialien, Heizung, Warmwasserbereitung, ...).
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Energieausweis und zum Rechenverfahren sowie Downloadmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage des Landes OÖ. Den aktuellen Wohnbauratgeber können Sie dort ebenso downloaden, wie die entsprechenden Antragsformulare.
