Heubelüftung - Zusammenfassung
Derzeit sind in Österreich mehr als 15.000 Heutrocknungsanlagen installiert. Diese Art der Futterkonservierung unterscheidet sich von der Bodentrocknung in einigen Aspekten, die allgemein als vorteilhaft angesehenen werden. Die Heubelüftung kommt auch in Gebieten zur Anwendung, in denen aufgrund der Qualitätsanforderungen an die Milch die Verfütterung von Silage nicht möglich ist. Als nachteilig erweisen sich die hohen Investitionskosten und der Energieverbrauch. Bei einem Neubau oder Umbau einer derartigen Anlage sollten neben dem Preis, den Garantie- und Lieferbedingungen, dem Service und der Beratung der Lieferfirma auch der Energieverbrauch und der Wirkungsgrad des Lüfters berücksichtigt werden.
Eine Überdimensionierung des Lüfters ist - neben höheren Anschaffungskosten - mit einer wesentlichen Zunahme des Energieverbrauches verbunden, zudem läßt sich damit die Trocknungsleistung kaum steigern.
Vor der Einbringung des Heugrases in die Heubelüftung muß dieses vorgetrocknet werden, wobei die Vortrocknungszeit von der Art der Belüftung (Kalt- oder Warm-) abhängig ist. Sinnvollerweise erfolgt die Vortrocknung auf dem Feld mittels Sonnenwärme. Auch bei der Warmbelüftung sollte die Trocknungsluft mittels erneuerbarer Energieträger (z.B. Sonnenkollektor, Biomasseheizung) erwärmt werden.
Um eine optimale Funktion der Heubelüftungsanlage zu erreichen und damit auch den Energieverbrauch und die Betriebskosten gering zu halten, sind eine detaillierte Planung und Dimensionierung sowie eine entsprechende Beratung unumgänglich.
